
Landkreis Cuxhaven. Am 02. April wird weltweit der Internationale Kinderbuchtag gefeiert. Dieser besondere Tag lenkt jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Büchern für Kinder und Jugendliche. Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag bereits im Jahr 1967 durch das internationale Kuratorium für Kinder- und Jugendliteratur. Das Datum wurde bewusst gewählt: Es erinnert an den Geburtstag des bekannten Schriftstellers Hans Christian Andersen, der mit seinen Geschichten bis heute Generationen begeistert. Der Kinderbuchtag verfolgt dabei mehrere Ziele. Er soll die Freude am Lesen fördern, den Zugang zu Büchern für alle Kinder verbessern und gleichzeitig die Bedeutung hochwertiger Kinder- und Jugendliteratur hervorheben. Ferner steht auch der internationale Austausch im Mittelpunkt, denn Geschichten können Brücken zwischen Kulturen stellen und Verständnis füreinander schaffen. Trotz dieser positiven Ansätze zeigt sich jedoch auch, wie wichtig solche Initiativen weiterhin sind, denn einige Studien weisen darauf hin, dass viele Kinder nur selten mit Büchern in Berührung kommen oder kaum vorgelesen bekommen. Umso bedeutender ist es, früh Begeisterung für Geschichten zu wecken.
Auch die Jungschützen nutzten diesen Anlass, um sich gemeinsam mit dem Thema Lesen zu beschäftigen. In geselliger Runde wurde gelesen, erzählt und über Lieblingsgeschichten gesprochen. Dabei wurde schnell deutlich: Bücher haben auch heute noch einen festen Platz im Alltag junger Menschen – und begeistern generationenübergreifend. Im Rahmen eines Interviews gaben einige der Jungschützen persönliche Einblicke in ihre Lesegewohnheiten und Gedanken zum Thema Bücher. Der 16-jährige Philip, der fließend Deutsch und Russisch spricht, betont vor allem den praktischen Nutzen. Seine Antwort auf die Frage, ob er das Lesen wichtig findet: „Definitiv! Allein schon aus dem Grund, dass Lesen den Wortschatz erweitert und die Deutschkenntnisse verbessert, aber auch, weil Lesen einfach Spaß macht und interessant ist.“ Auch der 18-jährige Chris sieht in Geschichten mehr als nur Unterhaltung. Auf die Frage, worüber er selbst ein Buch schreiben würde, antwortet er: „Es würde darum gehen, Kindern auf eine positive Art und Weise durchs Leben zu helfen.“ Dass Bücher auch zum Nachdenken anregen können, zeigt die Antwort der 17-jährigen Celina. Auf die Frage nach dem Titel ihres eigenen Lebens sagt sie:
„Das Leben ist nicht immer fair.“ Die jüngeren Jungschützen verbinden mit dem Lesen vor allem Spannung und Entspannung. So erzählt die 12-jährige Hanna: „Das Buch Magische Häschen – Schnuffeliges Abenteuer hat mich besonders beeindruckt, weil es cool und spannend ist.“ Auch die 10-jährige Mathilde weiß, was sie am Lesen besonders schätzt:
„Dass man schnell zur Ruhe kommt und es spannend ist.“ Und selbst bei den Jüngsten spielt das Lesen bereits eine große Rolle. Die 7-jährige Emily erinnert sich noch genau an ihr erstes Lieblingsbuch: „Mein erstes Lieblingsbuch war Die Schule der magischen Tiere.“
Der Internationale Kinderbuchtag zeigt damit eindrucksvoll, wie vielfältig die Bedeutung von Büchern ist. Ob zur Entspannung, zur Inspiration oder zum Lernen – Geschichten begleiten Kinder und Jugendliche auf ganz unterschiedliche Weise und bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung.

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