Originalaufnahmen und Exponate aus den 1970er Jahren versetzen die Gäste in die Zeit der Capella-Flut zurück. Foto: Katharina Jothe/Natureum

Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Sturmflut 1976“

Balke. „Die vergessene Flut“, so wird die Capella-Sturmflut auch genannt. Damit das nicht so bleibt, hat das Natureum dieser Sturmflut zum 50. Jahrestag eine ganze Sonderausstellung gewidmet. Am Sonntag, 24. Mai, um 14 Uhr gibt es eine öffentliche Führung durch die Ausstellung.

Eine außergewöhnliche Wetterlage führte zu der Bildung des Orkantiefs Capella, welches am 3. Januar 1976 das Wasser in die Elbe drückt und vielerorts im Kehdinger Land und in der Haseldorfer Marsch die Deiche brechen lässt. Warum dieser Orkan so ungewöhnlich war und warum nur regional die Deiche nicht standhalten konnten und ob so etwas wieder passieren könnte, erfahren die Gäste in der Ausstellung. Anhand von Originalaufnahmen, zahlreichen Exponaten und persönlichen Geschichten erleben sie die damaligen Ereignis nach. Wer damals bereits in der Region lebte, wird vieles wiedererkennen. Aber auch die Küstenschutzmaßnahmen, die aus den Lehren der Flutkatastrophen 1962 und 1976 getroffen wurden und die die Region bis heute vor ähnlichem bewahrt haben, kommen nicht zu kurz. Abschließend gibt es bei der Führung einen Ausblick in Zukunft mit den heutigen Baumaßnahmen an den Deichen, die sich bereits an den Herausforderungen, die durch Klimawandel und Meeresspiegelanstieg entstehen werden, orientieren.

Das Natureum hat dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Für die Führung empfiehlt sich eine Anmeldung per E-Mail an info@natureum-niederelbe.de oder unter Telefon (0 47 53) 84 21 10.

Natureum Niederelbe

Neuenhof 8
21730 Balje

04753842110
info@natureum-niederelbe.de

Über Uns

Das Natureum Niederelbe in Balje liegt auf einer Halbinsel an der Ostemündung auf halber Strecke zwischen Cuxhaven und Stade. Besuchern bieten sich hier einzigartige Möglichkeiten, die Geheimnisse der Küstennatur mit ihrer typischen Pflanzen- und Tierwelt zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen die ursprünglichen Landschaftsformen im Elbe-Weser-Dreieck Marsch, Moor und Geest, die Geschichte und das Leben in der Küstenregion sowie insbesondere bedrohte heimische Pflanzen- und Tierarten.

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