Was macht der Gelbe Richard am Neuhäuser Jachthafen? Er blüht und kann hoffentlich im Herbst mit seinen Kollegen für reichen Ertrag sorgen. Zusammen mit dem Gelben Richard haben Mitglieder des Neuhäuser Vereins „Bunter Flecken“ die Spaten geschultert und über 20 Apfelbäumchen gepflanzt. Carsten Trinks, 2. Vorsitzender des Vereins, organisierte alte Sorten wie den Danziger Kantapfel, Gravensteiner und den Altländer Pfannkuchen („Apfel des Jahres 2006“) und hofft, dass „die Blüten Bienen und Hummeln an den Weg locken“. Dank einiger Apfelbaumpaten und einer Vereinsspende konnten die Bäumchen finanziert werden. Das Lieblingsobst der Deutschen soll nun tüchtig an der „Neuhäuser Apfelallee“ wachsen. „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, zitierte Bürgermeister Udo Miertsch den (angeblichen) Spruch von Martin Luther und buddelte kräftig ein Loch für den Dithmarscher Paradiesapfel. Tatsächlich tat sich kurz nach der Pflanzaktion der vielen Helfer der Himmel auf und sorgte für eine erste Bewässerung, während die fleißigen Aktiven sich bei Heißgetränken und Brötchen im Zelt am Hafen aufwärmten und auf viele rote Apfelbäckchen freuten.

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