Osten. In der St.-Petri-Kirche Osten wird am Sonntag, 8. November 2026, um 11.30 Uhr die Ausstellung “Erinnerungszeichen Osten” eröffnet. 50 Fotos können dort 10 Tage im Rahmen der Friedensdekade angeschaut werden. Bei der Vernissage am 8. November wirkt der Ostener Posaunenchor mit und es kann ein reger Austausch stattfinden. Pastor i.R. Dieter Ducksch hat die Fotos der Stolpersteine an der Schwebefähre Osten-Hemmoor im Mai 2025 erstellt. Als Beitrag zur Erinnerungskultur wurden Touristen und Einheimische nach ihren Gedanken zu der Kriegs- und Nachkriegszeit 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs befragt. Viele gaben bereitwillig Auskunft – auch über ‘Erzählungen’, die sie von ihren Eltern gehört hatten. Dann legten sie ein persönliches Erinnerungszeichen zu den Stolpersteinen, das mit ihrer Zustimmung – auch zu einer Ausstellung – fotografiert wurde. Einige der Fotos “markieren” an Haus- und Deichwänden den Weg der Familie des jüdischen Philippsohn von ihrem Wohnhaus in Osten bis zur Schwebefähre: ihren Weg in die Deportation – in den Tod, auf den sie 1941 von den regierenden Nationalsozialisten gezwungen wurden. Mittlerweile hat der Künstler Gunter Demnig mehr als 60.000 Stolpersteine in 21 Ländern verlegt – und damit das größte dezentrale Kunstdenkmal Europas geschaffen. Ein Kunstdenkmal, das durch seine äußere Schlichtheit, ja: Unauffälligkeit besticht – und durch die dahinterliegende Komplexität: Die Stolpersteine integrieren verschiedenste Facetten von Erinnerungsarbeit und Aufarbeitung.



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