Rasse/n des Jahres 2024
Die GEH, im Elbe-Weser-Dreieck vertreten durch die Regionalgruppe EWD, ernennt seit 1984 alljährlich eine Nutztierrasse der “Roten Liste” zur “Gefährdeten Rasse des Jahres”. Dies sind im Jahr 2024 “Angora-, Lux- und Marderkaninchen. So ist das Marderkaninchen extrem gefährdet, Lux- und Angorakaninchen stark gefährdet.
Der Bestand bei den 3 Rassen liegt jeweils zwischen 200 und 300 Häsinnen bundesweit. Die Kaninchenhaltung hat eine lange Tradition und ist/war vor allem im ländlichen Bereich ausgeprägt. Sie ist vor allem im Hobbybereich angesiedelt. Über die Haltung und deren HalterInnen der 3 Rassen ist wenig bekannt. Die GEH-Regionalgruppe bittet deshalb HalterInnen/Züchterinnen um Information über ihre Haltung. Bitte unter 04745-9114304 oder meckelstedt44@ewe.net. Dies ist/wäre ein wichtiger Beitrag für die Erhaltung dieser alten und gefährdeten Rassen.
Einsatz von gefährdeten Nutztierrassen
Die GEH weist darauf hin, dass neben Wildtieren und Wildpflanzen auch in der Landwirtschaft und Hobbyhaltung der Verlust der Vielfalt eingezogen ist und stetig für die Nutztierrassen eine Bedrohung darstellt. Dies gehe – so die GEH – leider in der öffentlichen Diskussion und Berichterstattung verloren. Gerade bei der Diskussion um Klimaveränderung und dem drohenden Verlust der Biodiversität darf keine an spezielle Standorte angepasste Nutztierrasse mit ihren Vorteilen verloren gehen. In Verlautbarungen und Handeln wird immer wieder auf die Bedeutung des Erhalts regionaler Besonderheiten hingewiesen, aber in der Praxis greift man auf ausländische Rassen zurück, die in ihren Ländern nicht gefährdet sind. “Was z.B. Wasserbüffel, Hochlandrinder leisten, leisten unsere heimischen alten Nutztierrassen allemal” so die GEH-Regionalgruppe Elbe-Weser-Dreieck.



von