Hemmoor. Ein Aperölchen und los ging’s. In Bremen-Vegesack ab auf die Räder und entlang der Lesum nach Lilienthal. In Wasserhorst, wo ein Eichhörnchen als Wetterfahne auf der Kirchturmspitze thront, entsteht die Lesum durch den Zusammenfluss der Wümme und der Hamme. Nach gut 30 km und natürlich einem Päuschen mit leckerem Eis und köstlichem Kuchen, erreichten wir Lilienthal.
Unser Radguide Peter führte uns an Tag 2 von Undeloh über Wilsede und Scheeßel bis Rotenburg. Es ging auf den Spuren des plattdeutschen Heidedichters Friedrich Freudenthal durch die herrliche Lüneburger Heide. Auch die Kutschen machten sich auf den Weg durch die blühende Landschaft. Für einen Blick auf den Totengrund, das Herz der Heide, mal kurz runter vom Sattel. Auf asphaltierten und sandigen Radwegen und mit Wind von vorn endete dieser herrliche Tag nach 64 km vor unserem Hotel. Es ging rauf und runter. Geschafft aber glücklich und heiter genossen wir den Abend und freuten uns über einen 2. Tag ohne Regen, denn es war ja arg feucht gemeldet.
An Tag 3 ging es nach dem Shoppen auf dem Bauernmarkt direkt auf’s Rad. Wir radelten durch die Ahe-Niederung mit ihren herrlichen Obstbäumen am Wegesrand, egal ob Apfel, Pflaume oder Birne, hier wuchs alles. In Waffensen lockte uns eine Bank der dortigen LandFrauen, da kamen wir nicht vorbei, ohne Rast zu machen! Es ging durch Wälder und vorbei an herrlich reetgedeckten Häusern über Sottrum und Fischerhude zu unserem letzten Ziel. Vorbei an kleinen Kirchen landete unsere fröhliche, 25 Frauen starke Gruppe nach 48 km in Lilienthal.
Alle Radreisenden haben kleine Unwegsamkeiten mit Humor genommen und die Abende fröhlich bei einem Spritz ausklingen lassen. Ein herzliches Danke an unseren 86-jährigen Guide für die Bäckerfindungen und an den Busfahrer Christian für einen gut sortierten Kühlschrank und die liebevolle Versorgung.


