Otterndorf. Kino Lichtblick in Otterndorf und die lokale NABU-Gruppe zeigen am 17. Juni ab 19 Uhr in der Stadtscheune Otterndorf gemeinsam einen Film zum Thema Naturschutz: Kann ein einzelner Mensch die Natur schützen – und damit die Welt verändern, in der wir leben? Der 60-minütige Dokumentarfilm “WIE GEHT NATUR?!” stellt genau diese Frage in den Mittelpunkt.
1990 entstand in einer letzten Sitzung der Volkskammer der DDR ein Jahrhundertprojekt. Fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparks wurden unter Schutz gestellt. Landschaften wie die Sächsische Schweiz, der Spreewald, Südost-Rügen oder die Müritz gehören heute zu den beliebtesten Naturregionen Deutschlands. Damals standen viele dieser Gebiete unter massivem Nutzungsdruck, teilweise befanden sich dort Truppenübungsplätze oder Grenzanlagen.
Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaftler, Ehrenamtliche und Visionäre gemeinsam gegen Widerstände kämpften. Nicht gegen die Menschen, sondern mit ihnen! Genau darin liegt eine der zentralen Botschaften des Films: Naturschutz gelingt nur gemeinsam. „Wir wollten zeigen, was daraus geworden ist. Wie und von wem Naturschutz heute gemacht wird“, sagt Kathrin Succow. Für sie war das Projekt eine Herzensangelegenheit. „In unserer Familie hat sich alles um Naturschutz gedreht. Privatleben gab es eigentlich nicht.“ Spaziergänge seien naturkundliche Exkursionen gewesen, Badetage an Seen wissenschaftliche Untersuchungen der Unterwasservegetation. Zuhause gingen Wissenschaftler, Naturschützer und Politiker ein und aus. Erzählt wird die außergewöhnliche Lebens- und Wirkungsgeschichte des Brandenburger Biologen und Moorforschers Michael Succow, dem es gelungen ist, Naturschutzgeschichte zu schreiben – in Deutschland und weit darüber hinaus. Für die Vorführung am 17. Juni ab 19:00 Uhr in der Otterndorfer Stadtscheune wird Platzreservierung empfohlen unter 04751 – 4700.




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