Vanessa Zobel, MdB Foto: Johann Schetzkens / RK Wingst

Und wieder hieß es: Klönschnack

Wingst. Die Kameradschaft der Reservisten Wingst hatte wieder einmal in das Franz-Hermann-Hahnheim auf dem Gelände des Knaus Campingpark Wingst eingeladen. Gastrednerin war das Mitglied des Bundestages und die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bremervörde, Vanessa Zobel.

Sie berichtete über ihre Arbeit, im Amt für Planung und Beschaffung von Material für die Bundeswehr. Deutlich wurde dabei, dass die bürokratischen Hürden und rechtlichen Rahmenbedingungen von der Planung bis zur Durchführung zum Teil kontraproduktive Hemmnisse darstellen, die es gilt durch Anpassung von geltenden Gesetzen zu  verringern.

Das Beschaffungswesen der Bundeswehr soll umfassend beschleunigt werden, um der sicherheitspolitischen Situation gerecht zu werden.

Hierbei konnte Zobel über bereits erreichte Erfolge referieren, so liegt längst ein Gesetzesentwurf über die Beschleunigung der Planung und die Beschaffung für die Bundeswehr vor. Im federführenden Ressort für Wirtschaft und Energie sei es jedoch noch sehr viel Arbeit mit dem Ziel angemessener Ausrüstung auch im Interesse der Sicherheit dienender SoldatInnen der Bundeswehr, die vor ihr stünde.

In einer begleitenden Diskussion, die eigentlich erst nach dem Vortrag geplant war, gab es viele brisante Fragen zum Thema Infrastruktur, Sondervermögen und Limits zur Beschaffung von Material, die unterschritten werden müssten, um eine Genehmigung durch den Bundeshaushalt zu vermeiden.

Auch wurde deutlich, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht worden sind.

Einige aktuelle Vorschriften bei der Durchführung von militärischen Übungen, hier insbesondere Schießveranstaltungen, erzeugten den Eindruck unangemessener Verwaltungswut. Die Diskrepanz bei der Ausstattung von Bundeswehrfahrzeugen, hier etwa Panzern, bezüglich der Zulassung für den Straßenverkehr und im Einsatz erforderlicher Auslieferungszustände führte zur Konfrontation ehemaliger Bundeswehrangehöriger aus der Truppe und Mitarbeiter aus dem Amt für Beschaffung, hier Koblenz.

Zobel beantwortete gestellte Fragen in kurzer, prägnanter Form und strahlte durch ihr sicheres Auftreten Besonnenheit sowie analytisches Verständnis in der jetzigen Problematik aus.

Die Reservistenkameradschaft konnte auch diesen Abend als informativen Zugewinn verbuchen.

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Die Reservistenkameradschaft – Wingst und Umgebung ist Mitglied im Verband der Reservisten der Bundeswehr e.V. (VdRBw e.V.) und ist in der Gemeinde Wingst im Landkreis Cuxhaven beheimatet. Zu ihren Aktivitäten gehören das Schießen mit Handwaffen der Bw auf Standortschießanlagen, Aus- und Weiterbildung im militärischen und sicherheitspolitischen Bereich, Ausbildung am Schießsimulator, Truppenbesuche und Museumsfahrten. Die Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. , Soldatenkameradschaft, THW, Feuerwehr und weiteren Hilfsorganisationen, sowie Teilnahme an Veranstaltungen in der Gemeinde Wingst. Nicht nur ehemalige und aktive Soldaten finden in der RK-Wingst und Umgebung eine neue Heimat, auch militärisch interessierte Personen, die keine Soldaten waren und die satzungsgemäßen Ziele des VdRBw e.V. unterstützen können Fördermitglied werden und sind jederzeit herzlich willkommen. Wir treffen uns jeden dritten Mittwoch im Monat um 20:00 Uhr in unserem Reservistenheim Knaus Campingpark Wingst, Schwimmbadallee 13, 21789 Wingst.

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