Henrik Specht als Gelb-orange-Gurt schaffte die Bronzemedaille Foto: Leander Specht

Überraschend erfolgreiche Teilnahme an Judo-Landesmeisterschaften

Hemmoor/Braunschweig. Letzten Sonntag fand sich die Judo-Jugend U18 und U21 in Braunschweig ein, um die Landestitel auszukämpfen. Vom SC Hemmoor nahmen hierfür Emily Schyja bei den Frauen U18 und Henrik Specht bei den Männern U21 teil. Nach der langen Anreise machte sich Aufregung breit, da beide Judoka noch keine lange Wettkampferfahrung haben und sich hier viele Hochgraduierte mit Braun- und Schwarzgurten einfanden. Emily hatte in ihrem Pool bis 57 kg gleich das Pech, auf 2 langjährige Kämpferinnen aus Osnabrück bzw. Hannover zu treffen. Sie wehrte sich nach Kräften, machte es ihren Gegnerinnen nicht leicht zu gewinnen, aber sie musste sich deren Klasse dann doch beugen.

Henrik Specht, der erst seit knapp 10 Monaten Judo trainiert, musste sich in einem Pool gegen 3 andere Starter durchsetzen, um ins Halbfinale zu kommen. Bei seinem dritten Wettkampf überhaupt traf er gleich auf einen Schwarzgurt aus Uelzen, der allerdings die Qualitäten von Henrik unterschätzte, in einen Wurfansatz lief und im Haltegriff dann nicht entrinnen konnte. Ein Super-Einstieg, der für Selbstvertrauen sorgte. Der zweite Fight ging leider gegen den späteren Landesmeister verloren, hier machte sich die fehlende Erfahrung bemerkbar. Aber der Ehrgeiz war da, in das Halbfinale einzuziehen, daher legte Henrik im dritten Poolkampf alle Energie in den Kampf und konnte seinen Gegner aus Hannover ebenfalls mit Haltegriff besiegen.

Das Halbfinale verlief gegen einen Blaugurt aus Garbsen turbulent, jedoch obsiegte auch hier die längere Kampferfahrung seines Gegners und Henrik musste sich geschlagen geben. Trotzdem ist es sensationell, dass er sich mit seinem ersten Auftritt auf Landesebene einen 3. Platz gesichert hat und damit zur Norddeutschen Meisterschaft fahren darf.

Sein Bruder Leander wollte gern am Samstag bei den Männern U18 starten, musste aber krankheitsbedingt absagen. Da der Landestrainer jedoch beide beim Vorbereitungslehrgang sehr positiv bemerkt hatte, wurde ihm eine „Wild Card“ für die Norddeutsche geboten, die er begeistert annimmt. Für die Brüder wird es dann Mitte Februar erneut in Braunschweig richtig spannend, wenn aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schl.-Holstein die Platzierten zusammentreffen, um sich den Weg zur Deutschen Meisterschaft zu erkämpfen.

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