Hemmoor/Balje. Für die Fahrradtour zum Baljer Leuchtturm hieß es für die Teilnehmer vom Radsportverein früh aufstehen: Bereits um 8.00 Uhr war Treffen am Güterschuppen in Hemmoor angesagt. Alle Radler fanden sich dort pünktlich ein. An der Oste entlang ging es Richtung Oberndorf. Durch das in Niederstrich aufgestellte Schützenfest-Festzelt (Kapelle Popp hatte am Vorabend für Stimmung gesorgt) ließ sich die Truppe nicht aufhalten – quer über den Festplatz ging es weiter bis zum Wohnmobilstellplatz in Oberndorf zur ersten Pause. Die Tour führte weiter bis Neuenschleuse, immer am Deich entlang, um dann über Hörne Richtung Balje abzubiegen. Im Gasthaus „Zwei Linden“ wartete ein üppiges und sehr leckeres Frühstück auf die Radler. Nach dieser Stärkung machte man sich auf zum eigentlichen Ziel, dem „Alten Baljer Leuchtturm“.
Der Leuchtturm wurde 1904 von der Hansestadt Hamburg erbaut, später nach der Außerdienststellung vom Landkreis Stade erworben und schließlich zum Baudenkmal erklärt. Seit Jahren betreut ein Förderverein mit viel privatem Engagement den Leuchtturm, hält ihn baulich in Schuss und veranstaltet in den Sommermonaten Führungen. Herr Heller vom Förderverein begrüßte uns bereits auf dem Fußweg zwischen neuem und altem Turm, führte uns durch die Etagen des alten Leuchtturms und stattete uns mit reichlich Informationen aus. Von der obersten Etage erwartete uns ein fantastischer Rundblick. Bei dem ungewöhnlich klaren Wetter breitete sich in hellem Sonnenschein die Elbe, die schleswig-holsteinische Küste und das Außendeichgelände unter uns aus. In der Ferne die Kugelbake in Cuxhaven auf der einen und die Eisenbahnbrücke über dem Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg auf der anderen Seite.
Nach diesem interessanten Stopp folgten etliche Kilometer auf einem der schönsten Radwege im Norden: entlang der Elbe durch das weite Deichvorland zum nächsten Zwischenstopp, dem ebenfalls durch einen Förderverein betriebenen „Naturbad Krummendeich“. Für einen Sprung vom Dreier oder einmal Rutschen ins kühle Nass reichte die Zeit nicht, aber auch ein Eis im Schatten sorgte für ein wenig Abkühlung. Dieses in familiärer Atmosphäre betriebene Freibad ist sehr zu empfehlen und eignet sich besonders für Familien. Auf der Weiterfahrt zum bekannten „Historischen Kornspeicher“ in Freiburg wurden wir noch einmal ausgebremst: Aus einer Seitenstraße marschierte ein gefühlt mehrere hundert Meter langer und nicht endender Schützenfest-Umzug direkt vor uns auf die Straße. Der Weg war versperrt – ein Überholen unmöglich. Ein kleiner Umweg war erforderlich und erhöhte die Kilometerzahl dieser Tagestour. In Freiburg angekommen, erwarteten uns bereits die Damen am Kuchenbuffet, an der Eistruhe und am Kaffeeausschank. Die vielen leckeren Torten waren alle selbstgebacken – die Auswahl fiel echt schwer. Ob im kühlen Innenraum oder auf der Außenterrasse, bei Kaffee, Kuchen oder Eis konnte man sich noch einmal stärken für den restlichen Heimweg. Alle waren sich einig: Das war eine tolle Tour bei optimalem Wetter.



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