Cuxhaven. „Kommt ein Elefant ins Museum …“ nannte der Literaturwissenschaftler Florian Rogge seinen mit zahlreichen Abbildungen versehenen Vortrag über die 7 Ringelnatz-Bilder, die in den letzten drei Jahren ihren Weg nach Cuxhaven gefunden haben – darunter auch das von Joachim Ringelnatz gemalte Öl-Gemälde „Elefant im Sturm“ aus dem Jahr 1927.
Die interessante Geschichte der einzelnen Bilder von ihrer Entstehung, ihrem Verbleib bei verschiedenen Sammlern im In- und Ausland (z.T. galten sie bisher als verschollen), vom Aufspüren oder plötzlichen Auftauchen bis hin zum Eintreffen in der Südersteinstraße wurde den Mitgliedern der Ringelnatz-Gesellschaft eindrucksvoll und spannend geschildert. Sie war schließlich als Förderverein des Museums auch am Erwerb der Werke finanziell beteiligt.
Der Vortrag schloss sich an die Mitgliederversammlung an, auf der der Vorstand über die Aktivitäten des Jahres 2025 berichtete. Neben den ungezählten Stunden ehrenamtlicher Mitarbeit von Mitgliedern im Museumsbetrieb, für die sich die 1. Vorsitzende Karin Lüdke sehr herzlich bedankte, wurden u.a. Anschaffungen für die digitale Archivierung des Ringelnatz-Nachlasses, für die professionelle Lagerung derjenigen Gemälde, die nicht ständig an den Wänden hängen können, und für die Raumausstattung des Museums geleistet. Für die Sammlung wurde außerdem ein Ringelnatz-Porträt der Malerin Almut Rusteberg gekauft. Seit Gründung der Ringelnatz-Gesellschaft wurden bisher rund 132 000 € in den Erwerb von Exponaten, die Verbesserung der Museumsräume oder in spezielle Projekte investiert – dazu zählt auch ein Zuschuss von 5 000 € für die vom 12. Mai bis Ende Juli 2026 laufende große Sonderausstellung von Ringelnatz-Ölgemälden im Schloss Ritzebüttel, die anschließend nach Bernried ins Buchheim-Museum wandert und später nach Hamburg ins Barlach-Haus.
Die Mitglieder genehmigten den Jahresabschluss des Schatzmeisters Thomas Lührsen, wählten die 2. Vorsitzende Petra Budnick erneut in ihr Amt und ließen sich über die Planungen des laufenden Jahres informieren, bevor der Abend bei Wein und angeregten Gesprächen ausklang.
