Cuxhaven-Altenwalde. Nach einer schmerzhaften Niederlage am vergangenen Spieltag in Lesum und dem damit verbundenen Verlust der Tabellenführung sowie einer alles anderen als idealen Trainingswoche, fehlten den Basketballern vom TSV Altenwalde vergangenen Samstag zum Spitzenspiel gegen den Tabellenführer Bremen 1860 II auch noch 5 Stammkräfte, verletzt oder verhindert. Neben den Verletzten Hannes Ebs, Kamal-Aziz Zein und Tibor Kovacs fehlten auch noch Philipp Klecha sowie Julian Thomas. Gegen den Landesligaabsteiger 1860II starteten die TSV-Basketballer mit Tim Krug, Noel Ruckhaber, Felix Ziegler, Jason Frost sowie Christian Schneider. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und stellten sowohl mit ihrem schnellen Umschaltspiel als auch im Setplay die 1860er vor Probleme. Das erste Viertel ging folgerichtig mit 15:11 an die Altenwalder. Im zweiten Viertel war die Partie sehr ausgeglichen und die Gäste aus Bremen fanden etwas besser in die Partie. Mit einem 3-Punkte-Wurf Sekunden vor dem Viertelende sicherte Leon Stenzel den Altenwaldern den 22:20-Sieg des Viertels, was eine 37:31-Führung zur Halbzeit für die Gastgeber bedeutete.
Nach der Halbzeit fanden die Altenwalder nicht gut zurück in die Partie und taten sich schwer. Die ersten 3 Minuten verliefen ohne Altenwalder Punkte, sodass der Tabellenführer aus Bremen auf 37:37 ausgleichen konnte. Eine Altenwalder Auszeit brachte dann wieder etwas mehr Ruhe in die Partie, sodass die Altenwalder auch durch 5 Punkte von Malte Weyer in Folge, mit 46:43 in Führung gehen konnten. Was dann allerdings ab der 7. Minute des dritten Viertels passierte, bereitete den Zuschauern und dem Altenwalder Trainer Lars Duderstadt Kopfzerbrechen. Von der 7. bis zum Ende des Viertels versenkten die 1860er Elsner und Schlenker 5 Dreipunktewürfe in Folge, ohne einen einzigen Fehlversuch. Bis dato hatten die Gäste lediglich einen Dreipunktewurf gegen die Altenwalder Verteidigung treffen können. In diesen drei Minuten traf für die Altenwalder lediglich Jason Frost einen Wurf, sodass es plötzlich 48:60 gegen die Gastgeber stand. Auch zu Beginn des Schlussviertels konnten die Gäste aus Bremen die Altenwalder auf Distanz halten. Fünf Minuten vor Ende der Partie stand es 56:68 für Bremen 1860 und das Momentum blieb aufseiten der Gäste. In Minute fünf nahm Altenwalde seine letzte Auszeit und Trainer Lars Duderstadt stellte die Verteidigung auf eine Mann-gegen-Mann-Verteidigung mit einer Halbfeldpresse um. Diese zeigte sofort Wirkung und es konnten einige Ballgewinne in der Defensive erzielt werden. Jetzt übernahmen offensiv vorwiegend Tim Krug mit starken Aktionen und 15 seiner insgesamt 24 Punkte sowie der Altenwalder Kapitän Christian Schneider die Kontrolle. Ergänzt um die stark aufgelegten Felix Ziegler und Malte Weyer sowie Jason Frost, der über das gesamte Spiel den 1860er-Topscorer Wangerpuhl hervorragend verteidigte und weitestgehend aus dem Spiel nahm, spielten die Altenwalder dieses Viertel in dieser Formation durch. Bis zur 8. Minute konnte der Rückstand auf 67:68 verkürzt werden, bevor der 1860er Elsner seinen fünften Dreipunktewurf versenken konnte. Krug und Schneider waren es, die mit ihren Punkten dafür sorgten, dass es in der letzten Spielminute bei 76:76 unentschieden stand. Altenwalde bekam dann einen Freiwurf zum möglichen 77:76. Diesen vergab Christian Schneider noch, bevor es 3 Sekunden vor dem Ende eine letzte Chance zum vorzeitigen Sieg in der regulären Spielzeit für Altenwalde geben sollte. Nach Einwurf von der Seite durch Felix Ziegler, landete der Ball bei Schneider der sich unter dem Korb stark durchsetzte und mit der Schlussssekunde zum viel umjubelten 78:76-Heimsieg für die TSV-Basketballer traf.
Mit diesem wichtigen Sieg fügten die Altenwalder den 1860ern aus Bremen bereits die zweite Niederlage zu und konnten so die Tabellenführung in der Regionsliga Nord wieder übernehmen. Weiter geht es für die TSV-Korbjäger am 14. Februar um 20 Uhr gegen BTS Neustadt IV in der Franzenburger Halle.
Altenwalde setzte ein: Jason Frost (10 Punkte); Leon Stenzel (3); Felix Ziegler (10); Henrik Janovsky; Christian Schneider (21); Malte Weyer (9); Tim Krug (24); Lars Duderstadt; Jan Heskamp; Noel Ruckhaber; Leon Kluth (1)


