Die Pegelstände der Capella-Flut übertrafen die der 1962er Sturmflut noch. Trotzdem kam es nur regional zu großen Schäden, da die Deiche teilweise schon erhöht worden waren. Foto: Katharina Jothe/Natureum

Letzte öffentliche Führung durch die Sonderausstellung “Sturmflut 1976”

Balje. Fast 51 Jahre ist es nun schon her, dass der Orkan „Capella“ im Kehdinger Land die Deiche brechen ließ. Zahlreiche Gäste nutzten seit März in der Sonderausstellung zu der Flutkatastrophe die Gelegenheit, Erinnerungen aufzufrischen oder Erzählungen mit Bildern zu untermauern. Doch langsam heißt es Abschied nehmen. Am Sonntag, 25. Oktober, findet um 14 Uhr zum letzten Mal eine reguläre öffentliche Führung durch die Sturmflut-Ausstellung statt. Die Ausstellung ist noch eine Woche länger, bis Sonntag, 1. November, zu besichtigen.
Im Januar 1976 führte eine außergewöhnliche Wetterlage zu der Bildung des Orkantiefs Capella, welches das Wasser in die Elbe drückte. Dem konnten vielerorts die Deiche nicht standhalten. Anhand von Originalaufnahmen, zahlreichen Exponaten und persönlichen Geschichten erleben die Gäste die damaligen Ereignisse nach. Sie erfahren, warum dieser Orkan so ungewöhnlich war und warum nur in bestimmten Regionen die Deiche brachen, während andere verschont blieben. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob so etwas heute wieder passieren könnte und wie sich der Küstenschutz über die Jahre verändert hat und weiter verändern muss.
Für die Führung wird eine Anmeldung per E-Mail an info@natureum-niederelbe.de oder unter Telefon 0 47 53 / 84 21 10 empfohlen. Das Natureum hat bis zum 1. November dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Natureum Niederelbe

Neuenhof 8
21730 Balje

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Über Uns

Das Natureum Niederelbe in Balje liegt auf einer Halbinsel an der Ostemündung auf halber Strecke zwischen Cuxhaven und Stade. Besuchern bieten sich hier einzigartige Möglichkeiten, die Geheimnisse der Küstennatur mit ihrer typischen Pflanzen- und Tierwelt zu erkunden. Im Mittelpunkt stehen die ursprünglichen Landschaftsformen im Elbe-Weser-Dreieck Marsch, Moor und Geest, die Geschichte und das Leben in der Küstenregion sowie insbesondere bedrohte heimische Pflanzen- und Tierarten.

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