Balje. Während an der Unterelbe die Sturmflutzeit beginnt, endet sie im Natureum Niederelbe – und damit auch die Sommersaison. Noch bis einschließlich Sonntag, 1. November, ist die Sonderausstellung „Sturmflut 1976“ über die fast in Vergessenheit geratene Flutkatastrophe im Kehdinger Land und in der Haseldorfer Marsch zu besichtigen. Danach geht das Museum in die Wintersaison und öffnet samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr. Am 1. November bietet sich für die Gäste von 13 bis 16 Uhr außerdem noch einmal die Gelegenheit, aus einem Rohbernstein unter Anleitung ein glänzendes Schmuckstück zu schleifen. Im Januar 1976 brachen zahlreiche Deiche in der Region. Betroffen waren die Gebiete, in denen die Deiche nach der verheerenden Sturmflut 1962 noch nicht erhöht worden waren. In der Sonderausstellung berichten Zeitzeugen, wie sie die Geschehnisse erlebten. Diese Berichte sowie Exponate und Originalaufnahmen versetzen die Besucher zurück in die Zeit vor 50 Jahren. Doch der Blick richtet sich nicht nur zurück in die Vergangenheit. Es geht auch um die Entwicklung des Küstenschutzes im Laufe der Jahrhunderte und wie sich diese Entwicklung weiter fortsetzen müssen wird, um auch in Zeiten des Klimawandels die Küstengebiete bewohnbar zu halten. Für das Bernsteinschleifen empfiehlt sich eine Anmeldung per E-Mail an info@natureum-niederelbe.de oder unter Telefon 0 47 53 / 84 21 10. Das Natureum hat bis zum 1. November dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.



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