SPEICHERKINO
FR 13.02.2026 | 19:30 Uhr | 8 €
In die Sonne schauen
Deutscher Beitrag für den Oscar 26
Im Super-Kino-Sound DTS HD 5.1
FSK ab 16
Tickets buchen
„In die Sonne schauen“ – Deutschlands außergewöhnlicher Oscar-Kandidat
Freiburg. Mascha Schilinskis neuer Film ist eine der größten Überraschungen des Jahres. In Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und nun auf der Oscar‑Shortlist, erzählt „In die Sonne schauen“ deutsche Geschichte auf eine Weise, die man im hiesigen Kino selten erlebt.
Über vier Zeitebenen hinweg – vom frühen 20. Jahrhundert über NS‑Zeit und DDR bis in die Gegenwart – folgen wir Mädchen und jungen Frauen, die alle auf demselben Vierseithof in der Altmark leben. Statt großer politischer Figuren stehen ihre Wahrnehmungen im Mittelpunkt: Blicke durch Schlüssellöcher, verstörende Familiengeheimnisse, Erinnerungen, die wie Träume wirken, und Bilder, die sich tief einprägen.
Schilinski bricht radikal mit dem klassischen Historienfilm. Sie interessiert sich weniger für Fakten und Kausalitäten, sondern für Stimmungen, Mentalitäten und das Unheimliche, das in alten Fotografien, in Räumen und in unausgesprochenen Geschichten steckt. Das Ergebnis ist ein Film, der irritiert, fasziniert und lange nachwirkt.
🎬 Ein mutiger, atmosphärischer, hypnotischer Film – und ein starkes Signal für das deutsche Kino.
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. IN DIE SONNE SCHAUEN erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Wanken. (Filmverleih Neue Visionen)

von