Cuxhaven. Ein besonderer Workshop für die 8. Jahrgangsstufe hat vom 23. bis 27. Juni an der Oberschule Cuxhaven Mitte stattgefunden: Unter dem Titel „TikTok & Rechtsextremismus“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Chancen und Risiken der beliebten Plattform – insbesondere im Hinblick auf rechtsextreme Inhalte und deren Wirkung auf junge Nutzerinnen und Nutzer.
Geleitet wurde der Workshop vom Regisseur und Trainer für interkulturelle Kommunikation, Irfan Taufik. Der gebürtige Kurde aus dem Nordirak ist an den Cuxhavener Schulen kein Unbekannter – mit den Respekt Coaches des Paritätischen hat er bereits mehrere Projekte mit Jugendlichen durchgeführt. Unterstützt wird er dabei von Damaris Wolters vom Bundesprogramm „Respekt Coaches“ des Jugendmigrationsdienstes des Paritätischen Cuxhaven.
An drei Tagen arbeiteten drei achte Klassen an dem Thema. Der Workshop startete jeweils mit Aufwärm- und Kennenlernübungen, um ein vertrauensvolles Miteinander zu fördern und den kreativen Prozess anzuregen. Im weiteren Verlauf analysierten die Jugendlichen kritisch, wie rechtsextreme Inhalte auf TikTok verbreitet werden und warum sie gerade auf junge Plattformnutzende wirken können.
Mit iPads und Handys erstellten die Teilnehmenden eigene Kurzfilme, in denen sie sich kreativ und reflektiert mit den Inhalten auseinandersetzten. Ziel war es, sowohl das Bewusstsein für Manipulation und Propaganda im Netz zu schärfen als auch mediale Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern. Am Ende der Woche präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Filme im Klassenverband – als Abschluss und Austausch über das Gelernte und Erlebte.
Das Projekt ist ein Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung der Medienkompetenz und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Respekt Coaches“ durchgeführt.

von