„Weniger Blech, mehr Lebensqualität“ – Bürgerinitiative fordert Carsharing für Cuxhaven
Cuxhaven. Die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Cuxhaven“ macht mobil: In einem Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Cuxhaven fordert die Initiative die zeitnahe Einführung eines professionellen Carsharing-Angebots. Ziel ist es, die angespannte Parkraumsituation (insbesondere während des Tourismus) zu entschärfen, die CO₂-Bilanz der Stadt zu verbessern und den Bürgerinnen und Bürgern eine kostengünstige Alternative zum eigenen Pkw zu bieten.
Während vergleichbare Küstenstädte bereits erfolgreich auf geteilte Mobilität setzen, hinkt Cuxhaven hinterher. Besonders in den dicht besiedelten Gebieten wie dem Lotsenviertel oder den touristischen Schwerpunkten in Döse und Duhnen wird der öffentliche Raum zunehmend von parkenden Autos dominiert.
„Ein einziges Carsharing-Auto kann bis zu zehn Privatfahrzeuge ersetzen. In einer Stadt, die vom Tourismus und der Schönheit ihrer Natur lebt sollte doch Carsharing möglich sein“, erklärt ein Sprecher der Bürgerinitiative. „
Die Initiative sieht im Carsharing den entscheidenden Baustein für eine moderne Mobilitätswende direkt an der Nordsee:
- Entlastung der Quartiere: Mehr freie Flächen für Grünanlagen, breitere Gehwege und sichere Radwege und Spielbereiche.
- Tourismus-Synergien: Gäste, die mit der Bahn anreisen, bleiben vor Ort mobil, ohne den eigenen Wagen mitbringen zu müssen.
- Klimaschutz: Moderne Carsharing-Flotten setzen oft nur auf E-Mobilität und reduzieren den individuellen CO₂-Ausstoß massiv.
Die Bürgerinitiative fordert von der Stadtverwaltung nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern konkrete Taten:
- Ausschreibung eines Betreibermodells: Die Stadt soll aktiv auf professionelle Anbieter zugehen.
- Reservierte Stellplätze: Ausweisung von attraktiven Parkflächen im öffentlichen Raum, die exklusiv für Carsharing-Fahrzeuge reserviert sind.
- Integration in den ÖPNV: Eine Vernetzung mit den lokalen Buslinien und der Bahn, um nahtlose Mobilitätsketten zu schaffen.



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