Umjubelter Auftritt der Sohl‘nborger Büttpedder im „Badehaus Goor“ auf Rügen/Fans aus Australien dabei.
Cuxhaven/Lauterbach. Seit 55 Jahren stehen die „Sohl’nborger Büttpedder“ für maritime Liedkunst, plattdeutsche Tradition und die Wärme von Heimatklängen. Gegründet im Cuxhavener Ortsteil Sahlenburg, ist der einzige Trachtenchor Deutschlands längst musikalischer Botschafter seiner Stadt. Auch in diesem Advent sind die „Bütties“ mit ihrem Fanklub aus Cuxhaven wieder auf der Insel Rügen zu Gast.
Seit 15 Jahren laden die Hotelierfamilien Raulff und von Kroge sowie das „Badehaus Goor“ den Chor traditionell am zweiten Advent ein, um die besinnliche Zeit mit stimmungsvollen Konzerten zu eröffnen. Einen besonderen Dank sprach die 1. Vorsitzende der „Sohl’nborger Büttpedder“, Siglinde Düwel, Hoteldirektor Sven Kirchhoff und seinem Team für ihre Unterstützung aus. Seit über zehn Jahren ist zudem „Cuxliner“-Urgestein Wilfried Schriefer fester Bestandteil der „Büttpedder“ – in seiner Rolle als „Kutscher“ bereichert er die Auftritte des Chores auf besondere Weise.
Das „Restaurant Zur Goor“, liebevoll in einen festlich geschmückten Konzertsaal verwandelt, bot an zwei ausverkauften Nachmittagen bei duftendem Kaffee und frisch gebackenem Weihnachtsgebäck aus der hauseigenen Konditorei des „Rosencafé Putbus“ den perfekten Rahmen für ein stimmungsvolles Adventskonzert. Zwischen funkelnden Lichterketten und Tannenzweigen verzauberte der Chor mit einem abwechslungsreichen Programm aus Weihnachts- und Adventsliedern – viele davon in plattdeutscher Sprache – und einer humorvoll-heiteren Weihnachtsgeschichte. Auf diese Weise entführten die Sohl’nborger Büttpedder ihre Gäste in eine gemütliche, warme Winterwelt und ließen die Herzen der Zuhörer in der Vorfreude auf Weihnachten aufleuchten.
Besonders weit angereist waren in diesem Jahr zwei begeisterte Zuhörer aus Brisbane, Australien. Wolfgang Fischer, geboren in Hamburg und im Alter von acht Jahren mit seinen Eltern nach Australien ausgewandert, sowie seine Frau Daniela, geboren in Belgien und schon mit zwei Jahren ausgewandert, verbindet eine große Liebe zur plattdeutschen Sprache und zu maritimen Liedern – Klänge, die am anderen Ende der Welt nur selten zu hören sind, die aber umso mehr berühren. „Diese Lieder holen mich sofort zurück an die Küste meiner Kindheit“, schwärmte Wolfgang. „Für ein paar Stunden fühlt es sich an, als wäre ich wieder zu Hause.“
Chorleiterin Britta Quaiser zeigte sich tief bewegt über die Resonanz: „Es ist jedes Mal etwas ganz Besonderes, wenn wir hier auf Rügen singen dürfen. Zu spüren, dass unsere Lieder Menschen über Kontinente hinweg berühren, ist das schönste Geschenk in der Adventszeit.“
Lieder wie „Wenn auf den Tannenspitzen goldene Lichter blitzen, kommt’s Christkind bald“ ließen die Augen der Zuhörer strahlen, erzeugten stille Momente der Besinnung und wurden mit anhaltendem Applaus belohnt. Über zwei Nachmittage hinweg verströmten die Sohl’nborger Büttpedder eine warme, festliche Stimmung: das leise Glitzern der Lichter, das Grün der Tannenzweige, das vertraute Klingeln der Weihnachtsglocken – alles schuf eine Atmosphäre, in der sich Musik, Tradition und die Magie der Adventszeit zu einem unvergesslichen Erlebnis verbanden.
So wurde das Konzert für viele zu einer kleinen Heimkehr ans Meer – für die Gäste aus Australien genauso wie für die Besucher von Rügen. Ein Abend, an dem Musik zur Heimat wurde, Kerzenschein die Herzen erwärmte und die Vorfreude auf Weihnachten wie ein sanfter Schneefall leise über den Saal glitt. Text: Büttpedder



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