Vom 19. bis 21. Mai 2023 spielten 219 Tischtennisbegeisterte aus 68 Vereinen in sechs Jugend- und vier Erwachsenenkonkurrenzen um Preise und Pokale. Da viele Aktive in mehreren Konkurrenzen starteten konnte der SC Hemmoor einen neuen persönlichen Rekord von 304 Meldungen verzeichnen.
Wie in jedem Jahr war für die Startberechtigung an den jeweiligen Konkurrenzen der individuelle TTR-Wert der Spieler/innen und das Alter ausschlaggebend. Der TTR-Wert spiegelt die Spielstärke wider. Gespielt wurde an diesem Wochenende in allen Konkurrenzen in 5er- und 6er-Gruppen mit anschließender Haupt- und Trostrunde.

Sportwart Tobias Horeis und die Praktikantin der Turnierleitung, Lia Milewski
Freitag, 19. Mai – Mika von Bargen in 16 Stunden zu zwei Titeln
Den Auftakt des Tischtennisturniers bildeten um 10 Uhr morgens die Konkurrenzen Jugend 1000 und Jugend 1450.
In der Konkurrenz Jugend 1450 (15 Spieler) spielten sich die Topgesetzten souverän ins Halbfinale vor, ehe Mika von Bargen (TuRa Hechthausen) den ersten Turniersieg des Tages in einem umkämpften Finale (11:5 9:11 11:8 11:13 11:9) gegen Conrad Buck (SC Steinau/Odisheim) eintüten konnte.

Jugend 1450 (v.l.):
1. Mika von Bargen (TuRa Hechthausen),
2. Conrad Buck (SC Steinau/Odisheim),
3. Simon Dohrmann (SC Hemmoor) & Jakob Schlesselmann (VfL Sittensen)
Mit 37 Spielerinnen und Spielern waren die 1000er die am zweitstärksten besetzte Konkurrenz an diesem Wochenende. Dennoch gaben sich die topgesetzten Julia Tiedemann (SC Steinau/Odisheim) und Sebastian Hennig (MTV Himmelpforten) keine Blöße und spielten sich jeweils ungeschlagen ins Finale durch. In diesem wurde Sebastian seiner Favoritenrolle gerecht und siegte mit 3:0.

Jugend 1000 (v.l.):
1. Sebastian Hennig (MTV Himmelpforten), 2. Julia Tiedemann (SC Steinau/Odisheim), 3. Danny Thies (SC Steinau/Odisheim) & Joshua Müller (TV Gut Heil Spaden)
Die Verschnaufpause für die Turnierleitung um Abteilungsleiter Florian Ehrenberg, Sportwart Tobias Horeis, Kassenwart Nils Konetzny und Materialwart Jan Kröncke war jedoch nur von kurzer Dauer. Um 17 Uhr ging es direkt weiter mit den Konkurrenzen Erwachsene bis 1450 und 1850. Und auch für einige Aktive sollte es nicht der Auftakt, sondern eine Fortsetzung sein.

Am Freitag Abend bekam der SC Hemmoor den Pokal für den Sieg in der Vereinswertung beim ATSC-Cup eine Woche zuvor überreicht.
In der Konkurrenz Erwachsene 1450 (33 Meldungen) kam es beinahe zu einer Neuauflage des Finales vom Nachmittag zwischen den beiden Youngsters Mika von Bargen und Conrad Buck. Letzterer schied dann jedoch im Halbfinale gegen Lokalmatador Marcel Wesemeyer (SC Hemmoor) aus. Im Finale war es dann abermals der erst 14jährige Mika von Bargen, der die Nerven behielt und erneut mit 3:2 ein Finale gewann – um 2 Uhr nachts nach 16 Stunden und insgesamt 16 Einzeln wohlgemerkt.

Erwachsene 1450 (v.l.):
1. Mika von Bargen (TuRa Hechthausen),
2. Marcel Wesemeyer (SC Hemmoor),
3. Conrad Buck (SC Steinau/Odisheim) & Sebastian Budde (TSV Otterndorf)
In der spielstärksten Konkurrenz (Erwachsene 1850) des Wochenendes stand am Ende ein wahres Oste-Cup-Urgestein ganz oben. Kai Krüger (TSV Lamstedt) war bereits bei der ersten Ausgabe im Jahr 2013 dabei. Für Philipp Steffens (TSV Otterndorf), der als Nummer 16 desFeldes sensationell das Finale erreichte, war Kai am Ende doch eine Nummer zu groß – Mit 11:5 4:11 11:2 11:5 behielt Kai die Oberhand und beendete damit das letzte von 371 Duellen am ersten Turniertag.

Erwachsene 1850 (v.l.):
1. Kai Krüger (TSV Lamstedt),
2. Philipp Steffens (TSV Otterndorf),
3. Tarek Raudszus (FC Hambergen) & Frank Stoldt (TuS Wremen)
Samstag, 20. Mai – ATS Cuxhaven und TSV Otterndorf siegen doppelt
Kurz war die Nacht für viele Beteiligte, denn bereits ab 8.30 Uhr morgens galt es die Halle wieder herzurichten und sich für die kommenden Konkurrenzen wachzuspielen.
In der Konkurrenz Jugend 1300 (22) gab es im Viertelfinale die erste faustdicke Überraschung des Tages als Jason Erhart (SC Hemmoor) den an 2 gesetzten Marcus Wolff (SC Steinau/Odisheim) aus dem Turnier warf. Mit dem Halbfinale und dem geteilten dritten Platz musste sich Jason dann jedoch zufriedengeben, da an Steewen Christmann (ATS Cuxhaven) kein Vorbeikommen war. Steewen sicherte sich im Anschluss den ersten Platz mit einer beeindruckenden Energieleistung nach 0:2 Satzrückstand gegen den topgesetzten Jarne von Thaden aus Steinau.

Jugend 1300 (v.r.):
1. Steewen Christmann (ATS Cuxhaven),
2. Jarne von Thaden (SC Steinau/Odisheim),
3. Jason Erhart (SC Hemmoor) & Josephine Butschinski (TuRa Hechthausen)
31 Teilnehmer in der Konkurrenz Jugend 900 belegten einmal mehr, dass sich das Turnier auch in den niedrigen Punkteregionen großer Beliebtheit erfreut – der Breitensport steht in Hemmoor schon immer im Vordergrund. Eine beeindruckende Leistung zeigte Atanas Kostov (MTSV Selsingen), der bis Anfang Februar noch gar keinen TTR-relevanten Wettkampf bestritten hatte. Als Nummer 31 des Feldes besiegte er im Viertelfinale die Nummer 1, Xavier Wagner (TV Gut Heil Spaden). Im Finale standen sich dann aber mit Till Behnemann (TuRa Hechthausen) und Diana Cores Fuentes (ATS Cuxhaven) zwei der besten Spieler gegenüber. Diana konnte drei Sätze in Folge knapp für sich entscheiden und stand somit am Ende ganz oben.

Jugend 900 (v.r.):
1. Diana Cores Fuentes (ATS Cuxhaven),
2. Till Behnemann (TuRa Hechthausen),
3. Atanas Kostov (MTSV Selsingen) & Simon Uhl (TSV Eintracht Völkersen)
Während des gesamten Turniers war es erstmals möglich auf der Turnierhomepage ostecup.net/index die Ergebnisse live im Internet zu verfolgen. Hier sind bis Anfang Juni auch noch alle Ergebnisse nachzulesen.
Nach kurzer Unterbrechung folgten die Konkurrenzen Erwachsene bis 1250 (30) und 1650 (32), in denen die Gastgeber besonders gut vertreten waren – 16 Hemmoorer gingen an diesem Abend an den Start.
Dass die Jugendlichen den Erwachsenen in Sachen Spielstärke in Nichts nachstehen, wurde auch in dieser Nacht wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dieses Mal war es Tyler von Hassel (TSV Otterndorf), der als 16jähriger die Konkurrenz 1250 bei den Erwachsenen gewinnen konnte – und dies im Finale mit 3:2 gegen den erfahrenen Turnierspieler Hans-Jörg Dietze (MTV Germania Fliegenberg). Für Sabrina Ohst (an 2 gesetzt) und Cedrik Gebauer (beide SC Hemmoor) war im Viertelfinale Schluss.

Erwachsene 1250 (v.r.):
1. Tyler von Hassel (TSV Otterndorf),
2. Hans-Jörg Dietze (MTV Germania Fliegenberg),
3. Philipp Koch (SV Rot-Weiß Cuxhaven) & Clarissa Brandenburger (TSV Otterndorf)
Ein hohe Leistungsdichte gab es traditionell in der Konkurrenz Erwachsene 1650. Ab dem Viertelfinale war hier jedem der Titel zuzutrauen, doch am Ende war es Mario Zimmermann, der sich einen Tag nach seinem Auftritt bei den Erwachsenen bis 1850 in bestechender Form präsentierte und gegen 1 Uhr nachts das Finale gegen Michael Becker vom TSV Worpswede deutlich für sich entscheiden konnte. Ein Hemmoorer Highlight war sicherlich das Viertelfinale zwischen dem 18jährigen Maximilian Schön und seinem Trainer Florian Ehrenberg. Auch hier sollte wie so oft an diesem Wochenende die Jugend siegen. Max schied im Anschluss im Halbfinale gegen Mario Zimmermann aus, konnte mit dem 3.Platz in dieser starken Konkurrenz vollends zufrieden sein.

Erwachsene 1650 (v.l.):
2. Michael Becker (TSV Worpswede),
1. Mario Zimmermann (TSV Otterndorf),
3. Maximilian Schön (SC Hemmoor) & Aurelien Alexandre (SG Findorff, nicht im Bild)
Sonntag, 21. Mai – SC Steinau/Odisheim macht den Sack zu
Für Furore sorgten am letzten Turniertag zwei junge Starter in der Konkurrenz Jugend 1150 (28). David Malohn (Hundsmühler TV, Jahrgang 2011) und Benjamin Micke (Walddörfer SV, 2010) waren auf ihrem Weg ins Finale für die teilweise doch deutlich ältere Konkurrenz nicht aufzuhalten. David war als klarer Favorit in das Turnier gestartet und wurde dem am Ende im Finale mit seinem 3:1-Sieg gegen Benjamin auch gerecht. Timo Milewski vom SC Hemmoor erreichte einen starken dritten Platz.

Jugend 1150 (v.l.):
2. Benjamin Micke (Walddörfer SV),
1. David Malohn (Hundsmühler TV),
3. Timo Milewski (SC Hemmoor) & Anton Werner (TV Gut Heil Spaden, nicht im Bild)
Traditionell wird beim Oste-Cup auch eine Vereinswertung ausgespielt. Alle Gastvereine erhalten über die drei Tage laufend Punkte für Teilnehmer, Siege und Platzierungen auf dem Treppchen. Eine Entscheidung war am Sonntagmorgen noch nicht gefallen, doch es zeichnete sich bereits die Ablösung der zuletzt zweimal erfolgreichen Hechthausener ab.
Und so war es ganz passend, dass mit Leonie Pothenik eine Spielerin des SC Steinau/Odisheim das letzte Finale des Turnierwochenendes für sich entscheiden konnte. In der mit 41 Spieler/innen am stärksten besetzten Konkurrenz hatte sie einen langen Weg zu gehen, entschied das Finale gegen Moritz Arfert (TTG 207 Ahrensb./Großhandsd.) aber mit 3:0 deutlich für sich.

Jugend 800 (v.l.):
2. Moritz Arfert (TTG 207 Ahrensb./Grophansd.),
1. Leonie Pothenik (SC Steinau/Odisheim),
3. Tjark Schlegel (MTV Himmelpforten) & Simon Uhl (TSV Eintracht Völkersen, nicht im Bild)
Und so war es am Ende der SC Steinau/Odisheim, der durch seine hohe Teilnehmerzahl und die vielen guten Platzierungen mit 201 Punkten auf Platz 1 stand – vor dem Titelverteidiger TuRa Hechthausen (172) und dem TSV Otterndorf (113). Nach drei Tagen, davon ca. 39 Stunden Spielzeit, und 959 Spielen war das Turnier mit der Ehrung der Steinauer beendet und alle Sieger kürt.

Die Steinauer Teilnehmer vom Sonntag nach der Übergabe des Pokals für die Vereinswertung
Unser Dank gilt neben den Teilnehmern natürlich auch allen Abteilungsmitgliedern und Eltern unserer Jugend, die die Turnierleitung beim Aufbau, der Verpflegung und dem Abbau maßgeblich unterstützt haben. Während des gesamten Turniers war ein Verpflegungsstand hergerichtet, an dem sich die Teilnehmer und Zuschauer in ihren Pausen stärken konnten.
Vielen Dank auch an die Weser-Elbe-Sparkasse, die uns wenige Wochen vor Turnierbeginn noch bei der Anschaffung zweier neuer Tische finanziell unterstützt haben und so ermöglicht hat, dass das Turnier an zwölf Tischen stattfinden konnte. Besonders gefreut hat uns zudem der Besuch unserer Bürgermeisterin Sabine Wist, des stellvertretenden Bürgermeisters Jens Kleen und von Vorstandsmitgliedern des SC Hemmoor, darunter Thorsten Nagel, Ulrike Petermann und Anke Wegner.
Nach dem Jubiläum ist aber noch lange nicht Schluss – der 11. Oste-Cup ist bereits terminiert und findet vom 10. bis 12. Mai 2024 statt – hoffentlich wieder mit so guter Resonanz und vielen, vielen Helfern.



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