Cuxhaven. Es wird wieder voll auf dem Hof des Sozialen Möbelhofs: Zehn Kleinbusse, vier Anhänger, Berge von Material, Kanus, Zelte und fast 80 Meter Fahrzeuglänge machen sich am 5. Juli auf den Weg Richtung Schweden. Nach den erfolgreichen Jugendbildungsreisen „Norwegen 2.0“ folgt nun „Schweden 3.0“ – und das verspricht erneut zwei Wochen voller Abenteuer, Gemeinschaft und unvergesslicher Erlebnisse.
59 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 26 Jahren sowie 14 Betreuerinnen und Betreuer reisen gemeinsam in das Freizeitheim Sjöhaga in Südschweden. Nach dem Check-in um 18.30 Uhr führt die Route entlang der Vogelfluglinie mit den Fähren von Wischhafen, Fehmarn und Helsingborg bis ins schwedische Småland.
Hinter der Reise steckt monatelange Vorbereitung. Bereits seit September 2025 laufen die Planungen. Regelmäßige Teamtreffen, die Organisation des umfangreichen Programms und die logistische Herausforderung beschäftigen das Organisationsteam. Am Donnerstag vor der Abfahrt wird schließlich alles verladen – vom Kanutrailer über den Motorboot- und Kühlanhänger bis hin zum Materialanhänger.
Besonders ist auch in diesem Jahr das pädagogische Konzept. Parallel finden zwei Jugendbildungsseminare sowie eine Fortbildung für angehende Jugendleiterinnen und Jugendleiter statt. Die Fortbildung ist eng mit den Seminaren verzahnt: Neue Methoden werden nicht nur vermittelt, sondern direkt mit den Jugendlichen ausprobiert und reflektiert.
Das Programm bietet wieder viel Abwechslung. Wanderungen, Kanutouren, Klettern, Angeln, Kreativangebote, Schnitzen, Holzbearbeitung, Fotoworkshops und der Einsatz einer Drohne stehen ebenso auf dem Plan wie spannende Abenteuerspiele. Neu ist in diesem Jahr die Herstellung verschiedener Werkstücke, die später verkauft werden sollen, um Materialkosten für künftige Projekte mitzufinanzieren.
Natürlich dürfen auch die Klassiker nicht fehlen. Beim beliebten Wettkampf „Schlag den Betreuer“ wollen die Jugendlichen den Titel zurückerobern, nachdem im vergangenen Jahr erstmals das Betreuerteam gewinnen konnte.
Ein weiterer Höhepunkt wird erneut der Demokratietag sein. Für 24 Stunden wählen die Teilnehmenden ihre eigene Regierung, führen eine eigene Währung ein und organisieren das Zusammenleben selbst. So wird Demokratie nicht nur erklärt, sondern unmittelbar erlebt.
Auch der Alltag wird gemeinsam gestaltet. Die Gruppe kocht selbst, baut ihre Rundzelte auf, kümmert sich um Ordnung und übernimmt am Ende sogar die Endreinigung. Übernachtet wird sowohl im Freizeitheim als auch in den vereinseigenen Rundzelten.
Damit alle die gleichen Möglichkeiten vor Ort haben, zahlen die Teilnehmenden 80 Euro, erhalten davon aber 30 Euro als Taschengeld zurück. So können unabhängig vom Geldbeutel alle gleichermaßen an den gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen.
Die Rückkehr nach Cuxhaven ist für den 18. Juli geplant. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Kleinbusse in der Nacht zum 19. Juli wieder in Cuxhaven eintreffen – sicherlich mit vielen Geschichten, neuen Freundschaften und jeder Menge unvergesslicher Erinnerungen im Gepäck.



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