Balje. Es ist eines der Zeichen, die, neben den ersten bunten Blättern, eindeutig den Herbst ankündigen – die Rufe der Nonnengänse, die jetzt wieder zu Zigtausenden in der Region um das Natureum Station machen. Doch nicht nur die Gänse mit der charakteristischen Zeichnung am Kopf sind aus den Brutgebieten hoch im Norden zurückgekehrt, auch Pfeifenten, Zwerg- und Singschwäne sowie viele weitere Langstreckenflieger sind an der Unterelbe gelandet. Ihnen zu Ehren feiert der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bereits zum 17. Mal die Zugvogeltage. Das Natureum beteiligt sich daran mit einem vielseitigen Programm. Andreas Nees, Naturschutzwart des Landkreises Stade, begibt sich mit dem Besucher am Samstag, 11. Oktober, um 11 Uhr auf eine ca. vier Kilometer lange Wanderung zu den Rastplätzen der Tiere. Um 13.30 Uhr können die Gäste das Vogelschutzgebiet Hullen von der Wasserseite aus kennenlernen. Mit einem Original Helgoländer Börteboot geht es mit ornithologischer Begleitung zu einer rund zweistündigen Tour Richtung Osteriff. Mit etwas Glück zeigen sich hier nicht nur Zugvögel, sondern auch Seeadler, Kegelrobben und Schweinswale. Weitere Börteboottouren starten am Sonntag, 12. Oktober, um 11 Uhr, am Samstag, 18. Oktober, um 15 Uhr und am Sonntag, 19. Oktober, um 10.30 Uhr. Am Sonntag, 12. Oktober, hält Prof. Dr. Franz Bairlein um 15 Uhr einen Vortrag über die Bedeutung des grenzüberschreitenden Schutzes von Zugvögeln. Bairlein war von 1990 bis 2019 Direktor des Instituts für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ in Wilhelmshaven, einem weltweit anerkannten Institut der Vogelzugforschung. Die Teilnehmerzahl bei den Veranstaltungen ist begrenzt, eine Anmeldung per E-Mail an info@natureum-niederelbe.de oder unter Telefon 04753/842110 wird empfohlen.
Alle Vogelbeobachtungen, die während der Zugvogeltage im Zeitraum vom 11. bis 18. Oktober zwischen Otterndorf und Wischhafen gemacht werden, fließen in die Wertung für den Aviathlon ein. Dieser Zählwettbewerb für Vogelarten, in dem sich Inseln und Festlandregionen von der Ems bis an die Elbe messen. Beobachtungen können über ornitho.de oder über die kostenlose ornitho-App „NaturaList“ eingegeben oder per E-Mail an Andreas.Nees@landkreis-stade.de gemeldet werden. Artenlisten gibt es vor Ort im Natureum oder zum Download auf der Website.

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