Der neu gewählte Jagdvorstand (stehend von links: Armin Heitmann, Stefan Tiedemann und Matthias Kunde) sowie der langjährige Pächter Robert Wilkens und der langjährige, ehem. Vorsitzende Helmut Kunde Foto: Verena Lunden/Jagdgenossenschaft Steinau

Langjähriger Jagdvorsitzender verabschiedet

Steinau. Kürzlich hielt die Jagdgenossenschaft Steinau ihre Jahreshauptversammlung im Gasthaus Voltmann in Altbachenbruch ab.

Unter dem Vorsitz von Jagdvorsteher Helmut Kunde wurde beschlossen, die zur Verfügung stehenden Jagdpachtgelder der Jagdjahre 2024/2025 sowie 2025/2026 in Höhe von 1,50 € je Hektar und je Jahr an die Eigentümer auszuzahlen. Jagdgenossen, die diesem Beschluss nicht zustimmen, können innerhalb eines Monats nach der Bekanntmachung schriftlich beim Jagdvorstand die Auszahlung ihres Anteils verlangen. Bei Flächenänderungen ist jeder Eigentümer selbst verpflichtet, dem Jagdvorstand die Änderungen mitzuteilen und nachzuweisen.

Auf die Brut- und Setzzeit und die damit verbundene Leinenpflicht für Hunde vom 01.04. bis zum 15.07. wurde hingewiesen. Vorsitzender Helmut Kunde bittet alle Landwirte, die Jäger vor der Mahd rechtzeitig zu informieren, um Maßnahmen für die Kitzrettung zu ergreifen.

Aufgrund der steigenden Bestände der Nutria und der damit verbundenen landwirtschaftlichen Schäden, hat die Jagdgenossenschaft dem Zuschuss zum Kauf von Nutriafallen zugestimmt. Ebenso unterstützt die Jagdgenossenschaft Steinau die Kindertagesstätte Steinau mit einem beantragten Zuschuss für eine Einbauküche sowie den Förderverein der Grundschule Sietland mit einem Zuschuss zum Kauf eines Trinkwasserspenders.

Weiterhin hat sich die Jagdgenossenschaft für die Beschaffung eines aktuellen Jagdkatasters ausgesprochen. Das vom Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen e.V. und dem Geoinformationsdienst entwickelte EDV-Programm erleichtert die Erstellung und die Pflege eines Jagdkatasters erheblich.

Zum Thema Wolf beklagten die Jäger sowie die anwesenden Mitglieder ihr Unverständnis. Der Versuch, in Schutzmaßnahmen für Weidetiere zu investieren und gleichzeitig rechtssichere Möglichkeiten für den Abschuss von Problemwölfen zu schaffen, ist umstritten. Laut Wolfsmonitoring liegt Steinau auf dem Scheitelpunkt zweier Wolfsrudel. Mehrere Sichtungen wurden am helllichten Tage gemeldet. Der Wolf zeigt keine Angst gegenüber dem Menschen, weil er keine Bedrohung in ihm sieht. Bei Wolfssichtungen und Tierrissen wird darum gebeten, sofort Meldungen vorzunehmen.

Nach dem Bericht des Jagdvorsitzenden nahm Helmut Kunde seine letzte Amtshandlung vor. Er bedankte sich herzlich mit einem Präsentkorb bei Jäger Robert Wilkens, welcher bereits seit 40 Jahren als Jagdpächter bei der Jagdgenossenschaft Steinau verzeichnet ist. Als weit bekannter Jäger ist er ein Vorbild für alle Jungjäger und pflegt eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft.

Anschließend fanden die Wahlen für den Jagdvorstand statt.

Die zur Wiederwahl vorgeschlagenen Beisitzer Armin Heitmann und Stefan Tiedemann wurden einstimmig von der Versammlung gewählt und erklärten, dass sie das Amt für die nächsten vier Jahre wieder ausführen würden.

Vorsitzender Helmut Kunde hatte bereits im letzten Jahr bekannt gegeben, dass er den Vorsitz nach 28 Jahren gerne an eine jüngere Generation abgeben möchte.

Für die Wahl zum Vorsitzenden wurde aus den Reihen der Versammlung der Landwirt Matthias Kunde vorgeschlagen und einstimmig von den anwesenden Mitgliedern für die Dauer von vier Jahren zum Jagdvorsitzenden gewählt.

Beisitzer Armin Heitmann bedankte sich anschließend im Namen der Jagdgenossenschaft Steinau bei Helmut Kunde für seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender und übergab dazu Präsente. Seit 1998 vertrat Helmut die Interessen der Mitglieder der Jagdgenossenschaft und konnte durch seinen ausgeglichenen Einfluss viel zum guten Verhältnis zwischen Jägern, Landwirten und Jagdgenossen beitragen. Im Namen der gesamten Jägerschaft übergab auch Robert Wilkens ein Präsent an Helmut Kunde und betonte das intensive Engagement und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Der ehemalige Vorsitzende bedankte sich herzlich bei allen und ist guter Dinge, dass sein Sohn als sein Nachfolger sich ebenso gut für die Belange der Jagdgenossenschaft einsetzen wird.

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