Cadenberge/Ahlenfalkenberg. Unsere Gegend ist geprägt durch Moore bzw. trockengelegte Moorflächen. Was läge da näher, als sich ein Bild von den größten Wiedervernässungsmaßnahmen Europas zu machen? Also ins Ahlener Moor zu fahren?! Die Heimatfreunde Cadenberge machten am 7.05.2026 einen Halbtagesausflug dorthin. Die Fahrer der Fahrgemeinschaften sprachen vorsichtshalber die Fahrstrecke ab, denn einige fuhren tatsächlich zum ersten Mal in dieses Moorgebiet. Dort angekommen, stiegen wir in die Moorbahn. Diese Bahn mit sechs Anhängern war ursprünglich eine Lorenbahn, um den Torf abzutransportieren. Sie ist inzwischen jedoch zu einer Besucherbahn mit Sitzbänken und Wetterschutz geworden. Mit Getöse und Geruckel fuhren wir mit dem alten 2-Zylinder-Dieselmotor durch das Moor. Unterbrochen wurde diese Fahrt durch das Absteigen des Lokführers, der die Weichen umstellte. Es gab auch besondere Gelegenheiten, zu denen wir ausstiegen und der Lokführer uns über Flora und Fauna und natürlich die Baumaßnahmen zur Wiedervernässung unterrichtete. Interessant war die Erinnerung von Frieda Rath an eine frühere Fahrt durch das Steinauer Moor mit einer Originallorenbahn. „Die war nicht so komfortabel wie diese“, so sagte sie. Frieda erinnerte sich an die andere Sichtweise ihrer damaligen Fahrt. „Da ging es um die Wirtschaftlichkeit des Torfabbaus“, so meinte sie. Wie sich die Zeiten ändern. Inzwischen soll man aus Umweltgründen als Verbraucher darauf achten, dass die Blumenerde torffrei ist. Torf wird nur noch selten abgebaut. Nach der Ankunft im MoorInformationsZentrum, kurz „MoorIZ“, gab es zum Abschluss eine unterhaltsame Kaffee- und Kuchenrunde, köstlich. Mit dieser kleinen Ausfahrt gehen die Heimatfreunde in die Sommerpause und starten dann am Donnerstag, 3.09.2026, mit einer Halbtagestour zum Heimathof Hüll.

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