Persepolis Foto: StudioCanal

Persepolis

Otterndorf. Das Kommunale Kino „Lichtblick“ in Otterndorf setzt die monatliche Vorführungsreihe im September mit dem Film „Persepolis“ fort. Mit „Persepolis“ verfilmte die iranisch-französische Künstlerin Marjane Satrapi ihre eigene vierteilige Graphic Novel, die auf ihrer Lebensgeschichte basiert. Der Film ist eine berührende Coming-of-Age-Geschichte über Satrapis Kindheit und Jugend im Iran und zugleich eine Lehrstunde über die jüngere iranische Geschichte. Geschickt verwebt sie ihre eigenen Lebensereignisse mit den wichtigsten Ereignissen ihres Heimatlandes, um dadurch nachvollziehbar die Entwicklung von Politik und Gesellschaft am Beispiel ihrer eigenen Familie darzustellen. Genau das verleiht Persepolis eine unglaubliche Authentizität und schafft eine besonders gefühlvolle Atmosphäre. Schon als kleines Mädchen wird sie mit den Wirren der islamischen Revolution und dem Sturz des Schahs konfrontiert.
Marjane ist ein aufgewecktes und intelligentes Mädchen, das sich nicht unterordnen will und einen enormen Gerechtigkeitssinn entwickelt hat, was sicherlich auch mit den Erzählungen ihres Onkels – einem Oppositionellen in der Schahperiode – zu tun hat. Als in der Schule die Propaganda der neuen Führung verbreitet wird, widerspricht sie der Lehrerin und widerlegt argumentativ deren Thesen. Natürlich bringt ihr das Ärger ein. Sie hat zudem einen ausgeprägten Freiheitsdrang und rebelliert mit zunehmendem Alter, wie es eigentlich typisch für Kinder an der Schwelle zur Pubertät ist. Sie liebt Basketball, sportliche Kleidung, Heavy Metal und Punk, was sich überhaupt nicht mit den strengen Sittenvorschriften des Staates verträgt, weshalb sie immer öfter in den Fokus der Sittenwächter gerät. Trotz der dramatischen und traurigen Momente verfällt der Film nie in eine erdrückende Melancholie.
Satrapi versteht es nämlich, den Humor aus ihrer Comicbuchreihe in den Film zu übertragen, und so baut sie zahlreiche lustige Anekdoten aus dem Familienleben ein und spart nicht mit Seitenhieben auf das Mullah-Regime und die Widersprüche ihrer Lehrerinnen.

Der 97-minütige Film aus dem Jahr 2007 wird am 23. September in der Otterndorfer Stadtscheune gezeigt; FSK ab 12 Jahre; Beginn: 20:00 Uhr. Platzbestellungen ab 15. September unter Tel. 04751 – 4700

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Kino-Initiative zur Durchführung des kommunalen Kinos in und um Otterndorf. In Zusammenarbeit mit und im Auftrag der Stadt Otterndorf. Auch in Kooperation mit weiteren Organisationen und Einrichtungen wie: Kultur Pur Osterbruch; Hospizverein Otterndorf; Soroptimist International Club Cuxhaven Stadt und Land; Mahlwerk; Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Land Hadeln; u.a. Zumeist im monatlichen Rhythmus; auf Anfrage auch Sonderveranstaltungen möglich.

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