SPEICHERKINO
FR 23.01.2026 | 19:30 Uhr | 8 €
PERFECT DAYS (Wim Wenders)
Eine Ode an die kleinen Ding
Super-Kino-Sound DTS-HD MA 5.1
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Hirayama reinigt öffentliche Toiletten in Tokio. Er scheint mit seinem einfachen, zurückgezogenen Leben vollauf zufrieden zu sein und widmet sich abseits seines äußerst strukturierten Alltags seiner Leidenschaft für Musik, die er von Audiokassetten hört, und für Literatur, die er allabendlich in gebrauchten Taschenbüchern liest. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen kommt nach und nach eine Vergangenheit ans Licht, die er längst hinter sich gelassen hat. PERFECT DAYS ist eine tief berührende und poetische Betrachtung über die Schönheit der alltäglichen Welt und die Einzigartigkeit eines jeden Menschen
(DCM Film Distribution)
Ausdrucksstarkes Spiel von Haupdarsteller Kōji Yakusho
Hirayama ist kein Mann der großen Worte, er spricht kaum bis selten, geht jeden Tag in denselben Park zur Mittagspause, abends in ein öffentliches Badehaus zum Duschen, danach in ein kleines Restaurant, um Suppe zu essen. Hauptdarsteller Kōji Yakusho, der in Japan ein gefeierter Star ist und der bei den Filmfestspielen in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde, schafft es mit wenigen Gesten, ein unglaublich ausdrucksstarkes Spiel zu präsentieren. Erst als Hirayamas Nichte auftaucht, wird er gezwungen, zu kommunizieren, gezwungen, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Aber selbst hier bleibt Wenders vage.
Unterlegt hat Wenders seinen Film – dank der Liebe seines Protagonisten zur Musik – mit einem ganz besonderen Soundtrack, dem Soundtrack seines Lebens, mit Velvet Underground, Patti Smith, The Kinks und immer wieder Lou Reed.
“Perfect Days” ist ein großartiger Film – ganz ruhig, ganz zärtlich, poetisch und voller Schlichtheit.
(NDR, von Anna Wollner)
Nach der Arbeit entspannt sich Hirayama in einem öffentlichen Bad, anschließend geht er zu einer Imbissbude. Dort kennt man ihn, der Kellner begrüßt ihn, serviert ihm sein Lieblingsessen. Im Hintergrund verfolgt die Kundschaft – Hirayama scheint nicht der einzige Stammgast zu sein – Übertragungen von Baseballspielen auf dem Fernseher.
“Just a perfect day/You make me forget myself, I thought I was someone else, someone good” – während Hirayama durch Tokio fährt, hört er Lou Reeds Song Perfect Day. Der Mann mit den gelassenen Gesichtszügen scheint mit sich und seinem Lebensrhythmus im Einklang zu sein. Vielleicht verweisen die Textzeilen auf eine Vergangenheit, auf eine andere Art von Leben, wovon dieser Film aber gar nicht weitererzählen muss.
(Die Zeit, Anke Leweke)



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