Cuxhaven. Die bundesweit beachtete Wanderausstellung „Was ich anhatte“ wird am Freitag, 15. August, um 14 Uhr in der Kapitän-Alexander-Straße 44 im Alten Fischereihafen Cuxhaven eröffnet. Sie macht auf eindrucksvolle Weise die Erfahrungen von Frauen sichtbar, die sexualisierte Gewalt erlebt haben – mit einem besonderen Fokus: Gezeigt wird die Kleidung, die die Betroffenen während der Tat trugen.
Ziel der Ausstellung ist es, mit dem weitverbreiteten Vorurteil aufzuräumen, Kleidung könne eine Mitschuld an sexualisierter Gewalt tragen. Stattdessen wird deutlich: Nicht das Outfit ist entscheidend – sondern allein die Verantwortung des Täters. Die Ausstellung will zur Sensibilisierung, Aufklärung und Prävention beitragen. Besucherinnen und Besucher erfahren, welche Formen sexualisierte Gewalt annehmen kann, wie Betroffene unterstützt werden können und wo es konkrete Hilfsangebote gibt. Sexualisierte Gewalt reicht dabei weit über strafrechtlich relevante Handlungen hinaus – sie beginnt oft subtil: durch Gesten, Blicke, Worte oder Grenzüberschreitungen im Alltag. Vormittags besuchen jeweils zwei Schulklassen der weiterführenden Schulen die Ausstellung.
Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit:
Montag bis Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Ort: Kapitän-Alexander-Straße 44, 27472 Cuxhaven (Alter Fischereihafen)
Der Eintritt ist frei.
Führungen sind nach Vereinbarung ab 5 Personen während der Öffnungszeiten möglich.
Betreut wird die Ausstellung durch den Arbeitskreis gegen sexuellen Missbrauch, dem Vertreterinnen und Vertreter folgender Institutionen angehören: der Paritätische, das Deutsche Rote Kreuz, die Stiftung Opferhilfe, der Kinderschutzbund, der Landkreis Cuxhaven sowie die Polizeiinspektion Cuxhaven.
Innerhalb der Polizeiinspektion Cuxhaven liegt die Projektverantwortung bei Polizeioberkommissarin Britta Schumann, Beauftragte für Jugendsachen im Präventionsteam.
Die Ausstellung bietet einen sensiblen Raum für Auseinandersetzung, Gespräche und Erkenntnis. Sie richtet sich an alle Interessierten – Männer wie Frauen, Jugendliche wie Erwachsene – und will ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen setzen: Gegen Gewalt. Für Respekt. Und für eine starke, aufgeklärte Zivilgesellschaft.

von