„Zuerst hatten wir klein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.“ Dieser Satz des ehemaligen Bundesliga-Profis Jürgen Wegmann steht wie in Stein gemeißelt. Zum Glück traf es die Radwanderer des ATSC nicht gar so schlimm. Sie mussten zwar wetterbedingt ihre geplante Obstblütentour ins Alte Land um fünf Tage verschieben, und kamen dennoch etwas zur früh zur erhofften vollen Blütenpracht. Spaß hatten die sieben Radler trotzdem. Doch der Reihe nach.
Mit der Bahn ging es zunächst nach Buxtehude und von dort in gemütlichem Zweirad-Tempo über das schöne Dorf Ladekop nach Jork, ins Herz des Alten Landes. Nach einer kurzen Pause radelte die Gruppe von Borstel aus westlich durch die Apfelfelder, die jedoch noch nicht aufgeblüht waren, nach Gehrden. „Dort grüßte uns eine wunderbar blütenreiche Birnenallee“, berichtete Manfred Kuras. Nächstes Ziel – Fototermin – war Hogendiekbrück an der Lühe. Die 42 Meter lange und 1,5 Meter breite Brücke, 1975 nach dem Vorbild der alten holländischen, auch im Alten Land typischen Zugbrücken gebaut, verbindet Mittelnkirchen mit Steinkirchen. Es ist eine feststehende Holzbrücke. 2014 wurde sie durch einen weitgehend identischen Neubau mit massiver Gründung erneuert. „Den Blütenreichtum auf dem Lühedeich muss man einfach bestaunen“, so Manni Kuras. „Mittagsrast hielten wir im schönen Park des Altenwohnheims Bergfried, dann fuhren wir über die Lühe bei Neuenkirchen zurück zur Elbe, bis nach Stade.“ Unter dem alten Kran in der dortigen Altstadt wurde der Koffeinpegel aufgestockt, ehe gegen 17 Uhr der Zug nach Cuxhaven in den Bahnsteig rollte.
Irgendwie passte dann doch alles, fasste Kuras die insgesamt 50 Kilometer lange Tour zusammen: „Wir haben diesen schönen Tag genossen, zumal am nächsten Tag wieder eine Kälteperiode vorhergesagt war. Gegebenenfalls werden wir die gleiche oder eine ähnliche Tour bei der Apfelblüte noch einmal machen.“ Mitradlerinnen und Mitradler sind dann wie immer herzlich willkommen. Informationen dazu werden auf der Internetseite des Vereins, ats-cuxhaven.de, stehen.

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