Foto: Filmverleih

Historischer Kornspeicher Freiburg/Elbe: Speicherkino

SPEICHERKINO

SA 15.02.24 | 19:30 | 8 €

Es sind die kleinen Dinge

Kampf für den Erhalt der ländlichen Lebenswelt

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Alice ist die Dorfschullehrerin und gleichzeitig Bürgermeisterin eines 400-Seelen-Kuhdorfs. Doch in dem beschaulichen kleinen Dorf ist der Hund begraben: kein Lebensmittelladen mehr, keine Bar, auch die Bäckerei verwaist. Also sucht Alice nun per Online-Video nach neuen Pächtern.

Der französische Komiker Michel Blanc spielt in „Es sind die kleinen Dinge“ einen schroffen Analphabeten. Eine wunderbar authentische Figur, die mit ihrer Schroff- und Sturheit nur die eigene Verletzlichkeit überspielt. Das übergeordnete Thema des Films aber ist das Sterben der ländlichen Lebenswelt. Auch der Dorfschule droht nach einer Schulamtsvisite das Aus.

Wenn aber die Schule schließt, so die Sorge von Bürgermeisterin Alice, ziehen auch noch die letzten Familien weg. Ein verflixter Teufelskreis, dem es zu entrinnen gilt. Der trickreiche Kampf der 400 Seelen von Kaguen für den Erhalt ihrer Schule und ihres Landlebens ergibt eine liebenswerte Provinzkomödie – die allerdings nicht ohne Dorf-Kitsch auskommt. An etwas Romantisierung darf man sich hier nicht stören.

(von Walli Müller NDR)

Es sind die kleinen Dinge, die Komödie nicht neu erfindet, auch die typisch französische nicht. Aber dank seines Einfallsreichtums umkurvt der schwungvoll geschnittene Film von Mélanie Auffret sämtliche Klischeefallen, die in den Straßen von Kerguen lauern. Der Film führt sein Publikum auf falsche Fährten und hebt auch seine unermüdlich sich aufopfernde Heldin nicht auf den Sockel der Nationalheiligen. Stattdessen lässt er sie über etwas nachdenken, was man früher das „Helfersyndrom“ nannte. Vor allem aber ist es Julia Piatons Pingpongspiel mit Michel Blanc in der Rolle des kratzbürstigen Zukurzgekommenen, das die Komödie über humoristische Einheitskost hinaushebt. Den trocken unterspielten Witz des 72-Jährigen (…) hat man im deutschen Kino in den vergangenen Jahren vermisst.

( Peter Gutting, Kinozeit)

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Der Förderverein Historischer Kornspeicher Freiburg Elbe hat den Getreidespeicher aus dem Jahre 1742 2004 erworben und bis 2014 restlos saniert. Seit Herbst 2014 betreibt der Verein das Gebäude als soziokulturelles Zentrum, in dem die Menschen der Region Gelegenheit finden Kultur anzubieten oder zu erleben. Das Programm zeichnet sich durch viele Angebote aus, die den Gästen Gelegenheit bieten miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit dem soziokulturellen Angebot füllt der Kornspeicher Lücken, die in den letzten Jahrzehnten durch die Veränderungen in den Vereinsstrukturen, Schließung von Gasthäusern und Reduzierung kirchlicher Begegnungsmöglichkeiten entstanden sind. Zu den Satzungszielen des Vereines zählen neben Vorhaltung eines Kulturangebotes der Erhalt und die Pflege eines Baudenkmales, Pflege von regionalen Traditionen und ein Bildungsauftrag für alle Generationen. In der außerschulischen Bildungsarbeit hat das jährliche Sommerbildungsangebot "Kinder-Uni-Freiburg-Elbe" einen ganz besonders bedeutenden Stellenwert. Der Kornspeicher versteht sich mit seinem Angebot als Haus der Region.

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