Balje. „Handwerk hat goldenen Boden“, heißt es, doch dieser Spruch ist etwas in Vergessenheit geraten. Dabei sind viele alte Handwerksberufe noch heute essenziell und neue sind hinzugekommen. Am Sonntag, 25. Januar, können die Besucher im Natureum von 11 bis 16 Uhr verschiedene alte und neue Handwerkstechniken kennenlernen und teilweise auch selbst ausprobieren.

Wer möchte, kann sich direkt vor Ort Holzgriffe für das selbst hergestellte Springseil drechseln lassen.
Kleine und große Gäste können sich auf einer traditionellen Seilerbahn selbst ein Springseil drehen, mit der Laubsäge arbeiten, beim Drechseln zuschauen oder beim Nadelfilzen Sterne, Herzen und andere Formen aus der Wolle der Natureums-Skudden kreieren. Während Textilverarbeitung früher reine Handarbeit war, geht heute alles elektrisch. Doch die ersten Maschinen, die bereits eine große Arbeitserleichterung brachten, funktionierten mit Muskelkraft. Mit einem Spinnrad ließ sich Wolle bereits schneller zu einem Faden verarbeiten als mit einer Handspindel – die Gäste dürfen beides testen. Eine rund 100 Jahre alte Nähmaschine wird mit Pedalen angetrieben. Ungefähr ebenso alt ist die Technik, mit der die Marinefunker arbeiten. Hier können die Besucher mit tragbaren Empfängern, die, je nach Wetterlage im Museum oder auf dem Außengelände, versteckten Sender anpeilen und aufspüren. Außerdem können sie sich am Löten einer Leuchtturmplatine versuchen. Nebenan entstehen Dioramen für die neue Sonderausstellung „Sturmflut 1976“. Die Gäste können zuschauen, wie Deichprofile im Maßstab von eins zu 87 entstehen, und selbst kleine Figuren zur Bestückung der Miniaturlandschaften bemalen. Und auch ganz moderne Technologien dürfen nicht fehlen. Ein 3D-Drucker produziert „live“ Klemmbausteine und mit einem Laser-Cutter können Schilder graviert werden.
Im Januar und Februar hat das Natureum samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Es gelten ermäßigte Winterpreise.

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