Cuxhaven. Ein ganz besonderes Adventskonzert erlebten die Besucherinnen und Besucher am 17. Dezember in der St.-Abundus-Kirche in Groden. Bereits zum sechsten Mal in der Weihnachtszeit war das Cuxhavener Duo „Ebbe & Flut“ dort zu Gast – und längst ist dieser Auftritt zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Britta Quaiser und Ulrike Staufenbiel nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Norddeutschland, Europa und die Welt. Mit Akkordeon, Gitarre und ihrem ausdrucksstarken, zweistimmigen Gesang präsentierten sie bekannte wie auch weniger bekannte Weihnachtslieder, feinfühlig arrangiert und mit großer musikalischer Nähe vorgetragen. Das Konzert war in drei thematische Sets gegliedert: maritim, kindlich und besinnlich. Diese Abfolge verlieh dem Abend eine besondere Dramaturgie – von norddeutscher Weite über heitere, fast spielerische Momente bis zu stiller Einkehr und adventlicher Tiefe.
Zwischen den musikalischen Blöcken bereicherte Pastorin Sabine Badorrek den Abend mit heiteren und nachdenklichen Geschichten, die zum Schmunzeln ebenso einluden wie zum Innehalten. Wort und Musik verbanden sich so zu einem runden, sehr persönlichen Adventserlebnis. Ergänzend sei erwähnt, dass Jürgen Dembski mit seinem einfühlsamen Cajón-Spiel die beiden Musikerinnen bei mehreren Stücken unterstützte und damit maßgeblich zur rhythmischen Vielfalt sowie zur besonderen Atmosphäre des Konzerts in der Kirche beitrug. Die St.-Abundus-Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, und die Begeisterung des Publikums entlud sich am Ende in Standing Ovations. Erst nach zwei Zugaben durften die Musikerinnen die Bühne verlassen. Mit einem Augenzwinkern kündigte Pastorin Badorrek an, dass sich „Ebbe & Flut“ schon jetzt einen Termin im Dezember 2026 für Groden freihalten sollten. Ein Abend, der noch lange nachklang – und der eindrucksvoll zeigte, warum dieses Adventskonzert für viele längst fest zur Vorweihnachtszeit gehört.


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