Oberndorf. Am Sonntag, dem 5. Oktober 2025, um 14:08 Uhr kommt Onkel Ernst zum letzten Mal aus der Oste. Seit über 60 Jahren ist der gemeindeeigene Jugendkutter „Onkel Ernst“ ein treuer Begleiter vieler Generationen. Auf der Oste, der Elbe und bis hin zur Ostsee hat er unzählige Abenteuer erlebt – mal sportlich, mal gemütlich, immer aber mit viel Herzblut und einer ordentlichen Brise Wind. Fred Dobrinkat hat mit dem Kutter und zwei, drei Handvoll Oberndorfer Jugendlichen über lange Jahre hinweg großartige Jugendarbeit geleistet. Nach langem Stillstand erklärte sich Harald Säland bereit, ihm zur Seite standen Petra Reese und Jörn Möller. Letzterer ist bis heute Pate für Kutter und Skipper. In der Saison 2024 lief der Kutter im Projekt »Kutter bei die Fische« der ProvinzWerkstatt e. V. Die dreiköpfige Anfangs-Crew (Jörn Möller, Heiko Keßler, Rainer Schulz) ist inzwischen auf acht aktive Seeleute gewachsen. Viele Menschen in und um Oberndorf verbinden mit »Onkel Ernst« Erinnerungen an Kindheit, Jugend und das große Freiheitsgefühl auf dem Wasser.
Nun ist es soweit: „Onkel Ernst“ geht in seinen wohlverdienten Ruhestand. Die Kutter-Crew und die Provinzwerkstatt e. V. laden am Sonntag ab 14 Uhr auf dem Oberndorfer Kirchplatz zum Fest voller Erinnerungen, Geschichten und Musik – mit Shantys von den „Shanty & Lerchen“, Unterhaltung für Jung und Alt, Bratwurst vom Grill, Kaffee & Kuchen, kühlen Getränken und natürlich ganz viel Klönschnack. Kurz gesagt: ein norddeutsches Abschiedsfest, wie es sich gehört. Herzlich willkommen sind Groß und Klein zu einem gemeinsamen „Dank di un Tschüs, Onkel Ernst“. Glücklicherweise gibt es gute Aussichten. Die Kutter-Crew ist schon dabei, einen neuen Jugendkutter zu besorgen, damit die Tradition weiterlebt und auch in Zukunft noch viele Kinder und Erwachsene das Segeln auf der Oste erleben können. Der neue Kutter fährt ab 2026 unter der Flagge der ProvinzWerkstatt. e. V.

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