46 Brandeinsätze, 122 Hilfeleistungen und 10 Fehlalarme waren die Bilanz 2025
Hemmoor (Landkreis Cuxhaven). Kürzlich hatten Gemeindebrandmeister Björn Müller und sein Stellvertreter Malte Schimmelpfennig zur Samtgemeindekommandoversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Hemmoor in das Feuerwehrhaus Warstade eingeladen. Alle Ortsbrandmeister und Stellvertreter sowie viele Gäste aus Feuerwehrwesen und Politik folgten dieser Einladung.
Besonders erfreut war Gemeindebrandmeister Müller über die Anwesenheit von Regierungsbrandmeister Tim Fritsche, dem stellv. Abschnittsleiter Torben Offermann, Ehrenabschnittsleiter Ingo Graf, Sg.-Bgm. Jan Tiedemann, die Bürgermeister Carsten Hubert (Osten), Erwin Jark (Hechthausen) und Sabine Wist (Stadt Hemmoor), die erste Samtgemeinderätin Karina Kramer, Arno Klar (Feuerschutzausschuss) sowie viele weitere Gäste.
Nach der Begrüßung und einem schmackhaften traditionellen Haxenessen blickt Gemeindebrandmeister Müller auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurück.
Die Wehren der Samtgemeinde Hemmoor bestanden am Jahresende aus 313 Mitgliedern in der Einsatzabteilung, wovon 50 weiblich sind, mit einem Durchschnittsalter von 37,92 Jahren. Die Jugendfeuerwehr besteht aus 106 Mitgliedern und die Altersabteilung aus 105 Mitgliedern.
Insgesamt wurden 5110 Stunden für 46 Brandeinsätze mit vielen Großfeuern und 10 Fehlalarmen aufgebracht. Weiterhin wurden 4149 Stunden für 122 Hilfeleistungseinsätze mit zum Teil schweren Verkehrsunfällen aufgebracht. Für Ausbildungen und sonstige Tätigkeiten (z.B. Versammlungen, Fahrzeugpflege, Grundstückspflege, Verwaltungsaufgaben etc.) wurden 22.425 geleistet. Alle Stunden bei einem Mindestlohn von 12,82 Euro ergeben 404.188,88 Euro, die die Feuerwehren kostenlos für die Bürger der Samtgemeinde erbracht haben.
Bei den Brandeinsätzen waren besonders mehrere Großfeuer hervorzuheben: Küchenbrand bei einen aktiven Feuerwehrkameraden, Wohnhausbrand, 25000 Quadratmeter Wald- und Flächenbrand, ein großer Unratbrand direkt an einem bewohnten Wohnhaus, ein weiterer Küchenbrand in einem Dreifamilienhaus, das Großfeuer der Bio Schlachterei Cuxland-Pur wo rund 300 Einsatzkräfte stundenlang im Einsatz waren, Großfeuer von Rundballen Heu und Silage, Gebäudebrand eines Wirtschaftsgebäudes mit angrenzenden Wohnhäusern sowie einige weitere Wohngebäude Brände mit hohem Sachschaden.
Viele schwere Einsätze waren auch bei den Hilfeleistungen abzuarbeiten. Viele schwere Verkehrsunfälle mit zum Teil schwer verletzten Personen, besonders auf den Bundesstraßen 495 und B 73, mussten abgearbeitet werden. Besonders emotional war ein Verkehrsunfall auf der B 495, wo eine 23-jährige Autofahrerin leider nicht mehr zu retten war und trotz großem Bemühen der Rettungskräfte noch an der Unfallstelle verstarb. Hier kam auch ein Notfallseelsorger zum Einsatz. Gestiegen sind die Hilfeleistungen bei Tragehilfen und Nottüröffnungen für den Rettungsdienst.
Nach den Berichten der einzelnen Ortsbrandmeister, Sicherheits-, Atemschutz-, Gefahrgut- und Funkbeauftragten sowie des Gemeindejugendfeuerwehrwarts übernahm der Gemeindebrandmeister das Wort und kam zu:
Ernennungen: Torben Reichert wurde zum SG-Atemschutzbeauftragten und Michel Goldbrich zum SG-Gefahrgutbeauftragten ernannt.
Verabschiedung: Nach 38 Jahren Kommandoarbeit in der Feuerwehr Klint und im Samtgemeindekommando wurde Ortsbrandmeister Andreas Tiedemann der größtmögliche Respekt und Dank von allen Kameradinnen und Kameraden ausgesprochen. Auch wenn er jetzt in der Runde der Ehrenortsbrandmeister erhalten bleibt wurde er als Mitglied das Samtgemeindekommandos verabschiedet und bekam ein Präsent überreicht.
Grußworte: Bei den vielen Grußworten wurde allen Wehren ein großer Dank für ihr großes Engagement, ihre stetige Einsatzbereitschaft und für ihre Arbeit ausgesprochen. Weiter wurde über das Einsatzgeschehen und Investitionen in den Feuerwehren berichtet. (jl)
